Zu guter Letzt … (Februar 2021)

  • Beitrags-Autor:
Carsten Sann

Eintönigkeit macht mürbe. Und Eintönigkeit hatten wir in den vergangenen Monaten mehr als genug: kurze graue Tage, lange dunkle Nächte, viel zu wenig sozialen Kontakte und fehlende Optionen zur Gestaltung unserer Freizeit. Bei vielen verschwimmen im Homeoffice auch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, und so sehr man seine Familie auch liebt – wenn man sich über eine so lange Zeit dauernd auf der Pelle hängt, fängt man an, sich gegenseitig zu nerven. Schwierige Zeit.

Besonders betroffen von der aktuellen Situation sind die Kinder, die – je nach Alter – nicht wirklich verstehen, warum sie den ganzen Tag zuhause bleiben müssen, oder es sehr wohl verstehen und entweder Angst haben oder sich ohnmächtig und ausgeliefert fühlen. Das alles sind keine Umstände, die Eltern ihren Kindern jemals wünschen würden. Deshalb ist es um so wichtiger, dass unser Fokus neben dem, was wir selbst brauchen, um stabil zu bleiben, vor allem auf dem liegt, was wir tun können, um unseren Kindern Erleichterung zu verschaffen.

Beachten Sie die Reihenfolge, die ich gerade gewählt habe: Zuerst müssen wir selbst stabil sein, dann können wir uns um unsere Kinder kümmern. Das ist ein bisschen so wie im Flugzeug, wenn uns die Stewardess erzählt, dass wir zuerst unsere eigene Sauerstoffmaske aufsetzen sollen, bevor wir sie unseren Kindern anlegen. Das ergibt auch ganz viel Sinn, denn wenn wir selbst handlungsunfähig sind, können wir anderen erst recht nicht mehr helfen.

Wenn wir also zuerst für uns selbst gesorgt haben, sind als nächstes die Kinder dran und vielen von ihnen geht es gerade gar nicht gut. Die stabileren von ihnen schaffen es noch, halbwegs mit der Isolation klarzukommen, aber wie oft bekommt man in letzter mit, dass Kinder und Jugendliche mit massiven psychischen Problemen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Aus meiner eigenen Erfahrung im persönlichen Umfeld kann ich sagen: viel zu oft!

Was können wir konkret tun? Das Wichtigste meiner Meinung nach ist, bewusst darauf zu verzichten zusätzlichen Druck aufzubauen, beispielsweise indem man die Kinder eben nicht antreibt, besonders viel für die Schule zu machen oder versucht, sie zu etwas anderem zu zwingen.

Genauso wichtig ist es, wirklich und ernsthaft zuzuhören, was uns als Erwachsene die Kinder und Jugendlichen sagen. Wenn wir das tun, können wir viel leichter Ideen und Ansatzpunkte finden, was wir tun können, um zu helfen. Dabei geht es momentan gar nicht darum, grundlegende Lösungen zu finden. Sowohl für die Kinder als auch für uns selbst geht es einfach nur darum, jeden Tag auf’s Neue herauszufinden: „Was brauche ich heute?“.

Wir befinden uns nach wie vor in einer Ausnahmesituation. Jetzt ist nicht die Zeit für große Pläne oder allgemein gültige Lösungen. Momentan geht es darum, die Härten der aktuellen Situation zu gut wie möglich zu abzufedern, damit wir am anderen Ende des Tunnels so heil wie möglich wieder Licht sehen können.

Vor diesem Hintergrund ist es wirklich wichtig, sich die Prioritäten jeden Tag aufs Neue klar zu machen. Ist es wirklich so wichtig, dass mein Kind auf Biegen und Brechen versuchen muss, im Homeschooling bloß nichts verpassen, vielleicht sogar irgendetwas „aufzuholen“? Oder wäre es für die Kinderseele in manchen Momenten nicht vielleicht viel besser, einfach etwas anderes zu tun, was sich gerade gut anfühlt? Damit will ich niemanden ermutigen, alles schleifen zu lassen. Ich möchte Sie lediglich daran erinnern, dass Gehorsamkeit als Selbstzweck selten demjenigen nützt, der gehorchen soll. Wir sind, und damit knüpfe ich an mein letztes „Zu guter Letzt“ an, dazu aufgerufen, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Für unser eigenes Wohl und für das unserer Kinder.

Essenzen können der ganzen Familie helfen, mit der Extremsituation besser klarzukommen. Ann Callaghan (Indigo Essences) schlägt dazu eine schöne Anwendungsmethode vor:

„Eine Familie mit kleinen Kindern zu haben, ist in der heutigen, von Druck geprägten Welt kein Zuckerschlecken. Es passiert so oft, dass sich Stress unbemerkt aufbaut, bis plötzlich das ganze Haus angespannt ist.

Hier ist ein praktisches Beispiel, wie Sie Ihre Box mit Indigo Essenzen Kombinationen [oder allen anderen Essenzen, die Sie besitzen] verwenden können, um eine angespannte Situation zu Hause zu entschärfen.

Nehmen wir also an, dass Ihre Familie gerade wieder so einen „Moment“ hat. Atmen Sie. Treten Sie einen Schritt von der Situation zurück. Erkennen Sie, was geschieht. Seien Sie sich der Tatsache bewusst, dass Sie die Dinge zum Besseren verändern können.

Öffnen Sie Ihre Box mit Essenzen. Wählen Sie zuerst einige für sich selbst aus, indem Sie Ihre Intuition benutzen, nicht Ihren Kopf. Geben Sie einige Tropfen in ein Glas Wasser und nehmen Sie häufige Schlucke, bis Sie spüren, dass Sie ruhiger werden.

Jetzt, wo Sie ruhiger sind, bitten Sie die Kinder im Haus, Ihnen zu helfen, eine Mischung zu machen, die allen helfen wird. Kinder lieben es, an ihrem eigenen Heilungsprozess beteiligt zu sein und geben oft einen außergewöhnlichen Einblick in das, was vor sich geht und warum.

Geben Sie jedem die Chance, ein paar Worte darüber zu sagen, wie es ihm geht – keine Schuldzuweisungen.

Lassen Sie die Kinder Essenzen wählen. Sie werden erstaunt sein, was sie sich aussuchen! Oft wählen die Kinder Essenzen, die perfekt zu dem Zustand passen, in dem sich die Erwachsenen gerade befinden.

Legen Sie intuitiv die Anzahl der Tropfen von jeder ausgewählten Essenz fest und geben Sie diese in eine Schale mit Wasser. Stellen Sie die Schale an einem zentralen Ort in Ihrem Zuhause auf.

Während die Essenzen wirken, um die Energien Ihrer Familie und Ihres Hauses ins Gleichgewicht zu bringen, können Sie die Dinge, die Sie belastet haben, leichter loslassen. Energetisch fühlen Sie sich unterstützt und zentriert. Sie können im Jetzt präsent, ruhig und entspannt sein, ein Zustand, in dem Ängste und Spannungen keine Chance mehr haben.

Wenn die Essenzen ihre Arbeit getan haben, stellen Sie sicher, dass Sie die Schale mit dem Wasser leeren, denn sie wird viel von der unausgewogenen Energie aufgenommen haben, die da gewirkt hat.

Erinnern Sie sich abschließend daran, den Prozess das nächste Mal durchzuführen, bevor sich die Spannung wieder bis zu einem explosiven Niveau aufbaut.“

Nutzen Sie alles, was Sie an Werkzeugen haben oder kennen, um bestmöglich für sich selbst und ihre Kinder zu sorgen. Denn eines ist sicher: „This too shall pass“ – auch Corona wird vorbeigehen. Und dann wäre es doch toll, wenn wir uns so wenig wie möglich damit beschäftigen müssten das zu reparieren, was alles in dieser Zeit kaputt gegangen ist.

Erlauben Sie mir noch eine Bemerkung zum Schluss. Eintönigkeit macht nicht nur mürbe, sie schläfert auch ein. Es ist wichtig, dass wir uns jeden Tag daran erinnern, dass der gegenwärtige Zustand nicht die „neue Normalität“ ist und dass er es auch auf keinen Fall werden darf. Egal ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind oder nicht – mit „normal“ hat unsere Situation aktuell nichts zu tun. Dementsprechend müssen wir als Menschen und als Gesellschaft alles dafür tun, was in unserer Macht steht, wieder in einen Zustand zu kommen, in dem die freie Entfaltung möglich ist. Das ist unsere Aufgabe.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Carsten Sann

Carsten Sann ist Gründer und Inhaber des Essenzenladens. Er beschäftigt sich seit fast 20 Jahren intensiv mit Blütenessenzen aus aller Welt. Er ist deutscher Distributor und Lehrer für viele der bekanntesten Essenzenhersteller.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Avatar
    Elle

    Vielen Dank für diese wunderbare Botschaft!

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