Carsten Sann

Zu guter Letzt … (Juni 2026)

„Ich kann dem Kollektiv am besten dienen, wenn ich selbst stabil bin“ … diesen Satz hatte ich in letzter Zeit immer wieder im Kopf. Aber was ist das Kollektiv überhaupt, warum würde ich ihm dienen wollen und was hat es mit meiner Stabilität zu tun? Das alles will ich versuchen, diesen Monat ein wenig zu beleuchten.

Massenbewusstsein & Co.

Nun, die erste Frage ist zweifellos die leichteste: Das „Kollektiv“ ist die Gesamtheit aller Menschen auf der Erde, und zwar nicht nur der aktuell hier lebenden, sondern auch aller Menschen, die bereits verstorben sind, und, wenn man so will, auch derer, die noch nicht geboren wurden. Das sind ziemlich viele Leute. Und Sie haben vielleicht auch schon mal jemanden sagen hören, dass alles mit allem und jeder mit jedem verbunden ist. Stichworte, die mir dazu in den Sinn kommen, sind: telepathische Kommunikation (man denkt beispielsweise gerade an jemanden und just in diesem Moment ruft die Person an), karmische Verbindungen (man hat das Gefühl, jemanden aus einem früheren Leben zu kennen) oder systemische Verstrickungen (Familienstellen etc.). Aber auch die Quantenphysik (Verschränkung von Elementarteilchen) oder ganz profan das Internet fallen in diese Kategorie.

Die Konsequenz dieser Verbindung ist, dass es auf der Erde so etwas wie ein kollektives Energiefeld gibt, in das wir alle eingeklinkt sind und das so etwas wie die Vereinigungsmenge des Bewusstseins aller Menschen ist. Ein anderes Wort dafür ist „Massenbewusstsein“. Es gibt dazu eine wunderbare Essenz von Ian White: Die Madagaskar Umweltessenz aus der Reihe der Lichtfrequenzessenzen. Sie beschäftigt sich ausdrücklich mit eben diesem Massenbewusstsein, vor allem mit den unangenehmeren Dingen, die in diesem Feld aufgrund von Jahrzehntausenden menschlicher Erfahrungen gespeichert sind: Tod, Schmerz und Krankheit. Die Essenz hilft dabei, sich aus diesen Aspekten des Kollektivs Stück für Stück auszuklinken und die Freiheit zu finden, ohne Vorbedingungen all das zu wählen, was wir möchten. Klingt für mich nach einer Essenz, die auszuprobieren ziemlich lohnenswert ist 😉

Übrigens: Wenn Sie diesen Beitrag direkt nach dem Erscheinen im Juni 2026 lesen, dann haben Sie noch wenige Tage Zeit, sich zum Präsenz-Workshop „Die Sprache der Australischen Buschblüten Essenzen“ von und mit Ian White anzumelden: 27./28. Juni 2026 in Aschaffenburg.

Messbare Bewusstseinsschwankungen

Aber zurück zum Kollektiv. Ich hatte vor vielen Jahren schon einmal über das „Global Consciousness Project“ geschrieben, das technische Geräte (Generatoren für Zufallszahlen) nutzt, um Schwankungen im kollektiven Bewusstseinsfeld messbar zu machen. Bei großen Ereignissen wie beispielsweise der Nachricht vom Tod Prinzessin Dianas oder dem 11. September 2001 gab es hier messbare Ausschläge. Spannendes Thema … und irgendwie scheint dieses kollektive Energiefeld also kein Eso-Quatsch, sondern real zu sein.

Das bringt mich zur zweiten Frage. Warum sollte ich diesem Kollektiv dienen wollen? Und was bedeutet „dienen“ in diesem Kontext überhaupt? Die Formulierung ist zugegebenermaßen etwas gestelzt. Eigentlich geht es darum, sein Bestes zu tun, um dem kollektiven Energiefeld möglichst nur positive Dinge hinzuzufügen. Und das ist letztlich purer Eigennutz, denn wenn ich ohnehin Teil des Feldes bin, dann fällt es auch wieder auf mich zurück, wenn ich meinen Müll dort ablade. Insofern diene ich mir selbst, wenn ich dem Kollektiv diene. Und außerdem: Da es keine bekannte Möglichkeit gibt, vollständig aus dem Feld auszutreten, füge ich ihm so oder so mit allem, was ich tue, meine Energie und Erfahrungen hinzu. Ich „diene“ ihm also bei und mit jedem Atemzug entweder auf positive oder negative Weise.

Wenn jeder vor seiner eigenen Türe kehrt … 

Um jetzt ein bisschen den Druck rauszunehmen: Niemand erwartet von Ihnen, die Welt zu retten. Es gilt der alte, aber nichtsdestotrotz weise Spruch: Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist es überall sauber. Nicht mehr und nicht weniger ist für jeden Einzelnen von uns zu tun. Wenn wir gut für uns sorgen und unser Bewusstsein für die Dinge schärfen, die wir denken, sagen und tun, dann ist bereits unser Job für das Kollektiv erledigt und gleichzeitig macht es auch unser persönliches Leben jeden Tag ein klein wenig besser. Essenzen helfen dabei 😊

Fehlt noch der dritte Aspekt. Was hat das Kollektiv mit meiner eigenen Stabilität zu tun? Lassen Sie mich das Pferd von hinten aufzäumen. Um mein Leben bewusst leben zu können, muss ich so stabil sein, dass ich nicht auf Autopilot oder im Überlebensmodus bin, sondern all die großen und kleinen Entscheidungen jeden Tag mit Herz und Verstand treffen kann. Wenn ich nicht stabil bin, treiben mich mein Umfeld und das Leben vor sich her und ich werde gelenkt, statt selbst am Steuer zu stehen. Das ist aus nachvollziehbaren Gründen nicht optimal für das Lebensglück.

Feine Antennen

Ich hatte vor einigen Jahren schon einmal darüber geschrieben, dass ich das Gefühl habe, es ginge auf meinem eigenen Weg gar nicht mehr primär um die Heilung meiner persönlichen alten Verletzungen, sondern mehr um kollektive Dinge. Und genau hier bin ich diesen Monat wieder angekommen, denn das gemeinsame Feld kann einen großen Einfluss auf das Individuum haben. Das ist umso relevanter, weil eine stetig wachsende Zahl an Menschen zunehmend feine Antennen für die energetischen Aspekte des Lebens entwickelt. Wenn Sie meine Kolumne bis hierhin gelesen haben, ist die Chance, dass auch Sie dazugehören, relativ groß.

Feine Antennen zu haben bedeutet, Emotionen anderer deutlich wahrzunehmen, auch wenn diese sie nicht verbalisieren. Es bedeutet auch, die Energien von Orten wahrzunehmen. Gab es in dem Besprechungsraum, in dem ich gerade bin, vor Kurzem einen heftigen Streit? Hat dieser Ort in der Natur, an dem ich gerade bin, eine besonders positive Energie?

Die Wogen schlagen hoch

Feine Antennen zu haben bedeutet aber (leider) auch, die Wogen des Massenbewusstseins und der kollektiven Emotionen der Menschheit besonders deutlich wahrzunehmen. Ich verrate Ihnen vermutlich kein Geheimnis, wenn ich darauf hinweise, dass da draußen gerade nicht so besonders positive „Vibes“ unterwegs sind. Unsicherheit, Angst und Zweifel sind gerade groß in Mode. Wie ich letzten Monat geschrieben habe, bewegen wir uns mit großen Schritten auf den Höhepunkt des Fourth Turnings zu. Das Chaos, das dadurch entsteht, schlägt sich in einer ganzen Menge an dichten und schweren Emotionen im kollektiven Feld nieder, die für Menschen mit feinen Antennen oft nicht einfach auszublenden oder auszuhalten sind.

Auf unbewusster Ebene habe ich lange geglaubt, dass es zu meinem Job dazugehört, für Stabilität zu sorgen, indem ich meinen Teil dazu beitrage, diese Emotionen und Energien wahrzunehmen und auszuhalten. Das hat sich jedoch in den letzten Wochen gedreht. Auf einer ganz neuen, viel tieferen Ebene habe ich verstanden, dass es mitnichten ums „Aushalten“ geht. Ich habe verstanden, dass ich kraft meiner reinen menschlichen Absicht die Wahl habe, mich auch vollständig vom Feld der kollektiven Emotionen abzugrenzen, wenn da gerade mal wieder die Wogen hochschlagen. Und das ist nicht nur mein Recht, wahrscheinlich ist es sogar meine Pflicht, denn … „Ich kann dem Kollektiv am besten dienen, wenn ich selbst stabil bin“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohes Surfen auf den emotionalen Wellen des Kollektivs.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Carsten Sann

Carsten Sann ist Gründer und zusammen mit seiner Frau Inhaber des Essenzenladens. Er hat sich in seinem Leben schon mit einer Reihe unterschiedlichster Professionen beschäftigt und war unter anderem Tanzlehrer, IT Spezialist und Kinesiologe. Er beschäftigt sich seit 20 Jahren intensiv mit Blütenessenzen aus aller Welt. Er ist deutscher Distributor und Lehrer für viele der bekanntesten Essenzenhersteller und spricht in seinem Essenzenpodcast über sein Lieblingsthema: Die Anwendung von Blütenessenzen

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