Sturt Desert Pea – eine der am tiefsten wirkenden Australischen Buschblüten Essenzen

In meinem ersten Buch gibt es ein Kapitel mit dem Titel „Eine Entdeckungsreise zu den Bush Essenzen“, in dem ich über die unglaubliche Synchronizität und die nicht abstreitbare Führung berichte, die bei der Herstellung aller meiner Essenzen so offensichtlich war.

Es gibt keine Essenz, bei der dies deutlicher ist als bei der Sturt Desert Pea. Jedes Mal, wenn ich die Mutteressenz dieser Blüte hergestellt habe, war eine unglaubliche Geschichte – und Magie – damit verbunden. Gerade bin ich wieder von einer Reise zurückgekehrt, auf der ich wieder Muttertinkturen hergestellt habe. Eine davon war die Sturt Desert Pea in einer sehr abgelegenen Gegend von Südaustralien, über 700 km nördlich von Adelaide. Und wieder war Magie im Spiel, um diese Essenz zu erschaffen!

Die Dürre hat in der Vergangenheit nicht nur einmal meine Pläne zur Herstellung von Essenzen durchkreuzt. Die letzten paar Male, als ich die Sturt Desert Pea Essenz gemacht habe, war es im äußersten Nordwesten von New South Wales. Die Autofahrt dorthin dauert für mich jeweils 13 Stunden. Glücklicherweise stehe ich in Kontakt mit Daryl, einem lokalen Ranger, der mich wissen lässt, wann und wo ich diese seltene Blüte finden kann. Allerdings herrscht in diesem Gebiet gerade Dürre und die Sturt Desert Pea hat dort dieses Jahr quasi nicht geblüht. Daryl hatte mich sogar noch einen Tag vor meiner Reise kontaktiert und mir gesagt, dass es in der Nacht zuvor einen Hagelsturm gegeben hatte, der alle verbliebenen Blüten platt gewalzt hatte.

Vor meiner aktuellen Expedition, die ich lange im Voraus gebucht hatte, habe ich auf alle meine Anfragen nach der Sturt Desert Pea, die ich etwa eine Woche vor der Abreise stellte, immer die gleiche Antwort bekommen: „Wir haben eine Dürre, wir haben schon lange keine mehr gesehen.“ Ich ließ mich dennoch nicht davon abhalten, in die Flinders Range zu reisen, um mit eigenen Augen zu sehen, ob ich nicht vielleicht doch Glück haben würde. Bei meiner Ankunft meldete ich mich bei einem örtlichen Ranger, der mir erneut versicherte, dass es bei ihnen gerade keine der Blüten gibt.

Wie es der Zufall wollte, stand hinter mir jedoch eine Frau, die darauf wartete, bei dem Ranger auf dem Campingplatz einzuchecken. Sie hörte unser Gespräch und erzählte mir, dass sie gerade aus einem Gebiet vier Stunden nördlich von hier zurückkam, und bei einem Spaziergang einige Sturt Desert Pea Blüten gesehen hatte. Ganz aufgeregt brachte ich sie dazu, mir auf einer Karte genau zu zeigen, wo sie sie gefunden hatte. Das einzige Problem war, dass es dorthin nur eine sehr raue Schotterstraße gab, und ich in einem normalen Mietwagen mit einem sehr niedrigen Radstand unterwegs war. Natürlich habe ich mich davon nicht abhalten lassen, auch wenn es viele Male vorkam, dass Felsbrocken gegen die Unterseite des Autos schlugen und ich jedes Mal überzeugt war, den Auspufftopf verloren zu haben.

Wo die Sturt Desert Pea Essenz hergestellt wurde

Nach zwei Stunden ziemlich quälender Fahrt erschien eine Meldung auf dem Armaturenbrett, dass der Motor an Leistung verloren hatte, und dann schien der Wagen tatsächlich auch langsamer zu werden. Es waren mir die ganze Zeit schon keine Autos entgegen gekommen und ich überlegte schon, was wohl passieren würde, wenn wir liegenbleiben würden. Nach vier Stunden erreichten wir eine große Farm, wo sich jemand mit etwas mechanischem Geschick fand und einen kurzen Blick auf das Auto warf. Er meinte, es wäre alles in Ordnung, war aber auch besorgt, weil die Warnleuchte angezeigt hatte und wir noch eine weitere Stunde nach Norden zu fahren hatten. Glücklicherweise kamen wir jedoch an. Wir hatten nochmals Glück, denn jemand riet uns, wir sollten die 7-stündige Wanderung im Uhrzeigersinn und nicht gegen den Uhrzeigersinn beginnen, und so fanden wir die Sturt Desert Pea bereits nach etwa einer Dreiviertelstunde.

Die Reise hatte lange gedauert, aber es gelang trotzdem, dass ich meine Vorbereitungen machen und die Essenz herstellen konnte – mit nur 15 Minuten Restlicht. Ich war überzeugt, dass dies die einzige Sturt Desert Pea in ganz Südaustralien war. Deshalb war und bin ich sehr dankbar für all die feinstoffliche Hilfe und Führung, die jedes Mal vorhanden ist, wenn ich eine Essenz herstellen möchte – besonders, wenn es sich um die Sturt Desert Pea handelt. Diese Dankbarkeit und der atemberaubende Sonnenuntergang trösteten mich über die sehr lange Rückfahrt entlang der gleichen Route hinweg. Diesmal ging es sogar noch viel langsamer, weil es dunkel und schwieriger war, nach großen, zerklüfteten Felsen auf der Straße Ausschau zu halten. Glücklicherweise beschlossen die verschiedenen Wallabys und Kängurus, die wir sahen ebenfalls, nicht vor das Auto zu springen – Nachtfahrten sind im Outback generell nicht zu empfehlen. Schließlich kamen wir sehr spät in der Nacht zu unserem Basislager zurück. Ein weiterer typischer Arbeitstag für mich!

Während der Herstellung der Mutteressenz hatte ich einige neue Erkenntnisse über die Sturt Desert Pea. Wenn man sich die Blüte anschaut, gibt es einen kleinen Stiel direkt hinter dem roten und dem schwarzen Teil der Blüte, der sie hochhält. Sie wirkt damit fast wie eine Maske, die einem vor die Nase gehalten wird. Sturt Desert Pea steht auch für diejenigen, die eine Fassade der Tapferkeit aufbauen, aber darunter befindet sich eine Menge Kummer, den die Leute nicht sehen sollen. Solche Menschen versuchen, eine leichte und glückliche Maske aufzusetzen, aber da ist diese Schwärze, der unausgesprochene Kummer im Innersten ihres Wesens, der immer noch da ist und den man in ihren Augen sehen kann.

‚Fast wie eine Maske, die einem vor die Nase gehalten wird’
Die sehr aufrechten vertikalen Stängel der Sturt Desert Pea

Die Blüte wächst sehr aufrecht und senkrecht aus dem Hauptrieb. Diese Essenz hilft, den Menschen den Mut und die Tapferkeit zu geben, aufzustehen und ihre tiefen ungelösten Verletzungen und ihren Kummer anzusehen. Sturt Desert Pea ist eine so tiefe und kraftvolle Essenz. Normalerweise empfehle ich sie nur einzeln, aber letztes Jahr habe ich sie als Bestandteil unserer neuen Mischungen Boost und Men’s Essence verwendet, da sie für beide sehr passend war. Es war das erste Mal überhaupt, dass ich diese Essenz in eine fertige Mischung aufgenommen habe.

Bei einer anderen Gelegenheit, als ich die Sturt Desert Pea Mutteressenz herstellen wollte, hatte ich auch nach langem Suchen im südlichen Teil des Northern Territory keine Blüten gefunden. Jemand gab mir den Tipp, die Polizeistation gleich hinter der Grenze zu South Australia zu kontaktieren – die Sturt Desert Pea ist das florale Wahrzeichen dieses Bundesstaats. Der Polizist erzählte mir, dass es dort normalerweise ganze Menge der Pflanzen gibt, aber ein Tourist hatte alles abgegepflückt, um sein Auto zu schmücken! Er sagte auch, dass die Dürre dafür gesorgt hatte, dass die Zahl Blüten wirklich klein war und er selbst auch nirgendwo anders wirklich welche gesehen hatte. Dennoch schlug er mir vor, eine bestimmte eingeborene Frau zu kontaktieren, die in einer Gemeinschaft außerhalb von Marla lebte. Ich müsste allerdings eine Genehmigung einholen, um diese Gemeinschaft betreten zu dürfen. Diese Frau ausfindig zu machen, war jedoch keine leichte Aufgabe, selbst als ich es dorthin geschafft hatte.

Schließlich wurde mir doch noch gesagt, wo sie wohnte, und ich fand dort zwei Telstra-Leitungsmonteure, die an der Vorderseite ihres Grundstücks arbeiteten. Ich sprach sie auf die Frau an und fragte, ob sie sie gesehen hätten. In diesem Moment kam ein altes Auto mit sehr hoher Geschwindigkeit rückwärts die Einfahrt hochgefahren. Einer der Telstra Monteure vermutete, dass es die besagte Frau sei und sprang mutig vor das Auto, das glücklicherweise anhielt. Ich stellte mich schnell vor und erzählte ihr von meiner Mission. Sie lächelte und sagte, ich könnte gleich hinter dem Golfplatz außerhalb der Stadt die Sturt Desert Pea finden.

Ich kann Ihnen versichern, dass weder Tiger Woods noch einer seiner Kollegen diesen Platz jemals als Golfplatz bezeichnen würden! Es war einfach nur ein karges Stück Wüste. Aber – wie sie gesagt hatte: Ganz am Ende des Golfplatzes gab es einen kleinen Graben und dort fand ich einige Sturt Desert Peas. Auch hier hätte ich aufgrund der Trockenheit geschworen, dass dies der einzige Fleck im gesamten Zentrum Australiens war, wo man die Blüte gerade finden konnte.

Die Sturt Desert Pea in der Nähe des ‚Golfplatzes‘
Hier habe ich die Sturt Desert Pea 1987 das erste mal gefunden
Die Herstellung der ersten Sturt Desert Pea Essenz

Sturt Desert Pea ist eine der am tiefsten wirkenden Australischen Buschblüten Essenzen. Sie ist sowohl in der Boost als auch in der Men’s Essence enthalten. Ich lege Ihnen diese Essenz sehr ans Herz, weil so viele von uns alte Verletzungen und Sorgen mit sich herumtragen.

Viel Liebe, Licht & Respekt

Ian White
Gründer und Geschäftsführer
Australian Bush Flower Essences

Ian White

Ian White ist der Hersteller der Australischen Buschblüten Essenzen und praktiziert erfolgreich als Heilpraktiker und Homöopath, seit er 1979 seinen Abschluss als Bachelor of Science an der Universität von New South Wales (Sydney, Australien) und sein Diplom vom New South Wales College of Natural Therapies (Kolleg für Naturheilkunde) erhalten hat. Er ist der Gründer der Australian Bush Flower Essences und Kräuterkundiger in der fünften Generation. Seine Großmutter wie auch seine Urgroßmutter waren frühe Pioniere in der Entdeckung der medizinischen Eigenschaften australischer Pflanzen. Als kleiner Junge verbrachte Ian viel Zeit mit seiner Großmutter im australischen Busch, um von ihr zu lernen. Seit den 1980er Jahren bereist Ian intensiv Australien, um die heilenden Eigenschaften der blühenden Pflanzen und Bäume weiter zu erforschen. Er ist der Autor von vier ausführlichen Büchern und schreibt regelmäßig für bekannte australische und internationale Zeitschriften. Er hält außerdem regelmäßig Seminare zu den Australischen Buschblüten auf der ganzen Welt.

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