Carsten Sann

Zu guter Letzt … (Oktober 2026)

Proof of Work: Einsatz, Verantwortung und Zufriedenheit

Spam-E-Mails sind zweifellos eine der Geißeln der modernen Gesellschaft. Durch das Internet lassen sich dubiose Werbebotschaften und Schlimmeres fast ohne Kosten millionenfach versenden. Schon 1993 haben zwei Informatikerinnen, Cynthia Dwork und Moni Naor, sich gedacht: „Was, wenn mit dem Versenden einer E-Mail eine kleine Rechenaufgabe zu lösen wäre, damit der Empfänger die Nachricht akzeptiert?“ Der Computer des Absenders würde ein oder zwei Sekunden rechnen müssen, bevor die Nachricht abgeschickt werden könnte. Im Arbeitsalltag oder auf privater Ebene ist das vernachlässigbar. Schließlich verschicke ich keine Hunderte, Tausende oder gar Millionen Mails auf einmal. Oh, Moment! Die Spammer hingegen …

In meiner Kolumne soll es in diesem Monat um das Konzept gehen, das sich aus dieser Idee entwickelt hat, und warum es nicht nur in der digitalen Welt relevant ist, sondern für (fast) alle Bereiche des Lebens gilt.

Proof of Work

Der Begriff, der sich seit etwa 1999 in der Informatik für das Konzept etabliert hat, ist „Proof of Work“, also der Nachweis geleisteter Arbeit. Auch wenn es sich bei E-Mails leider nie durchgesetzt hat, ist Proof of Work heute einer der zentralen Pfeiler, auf denen die Funktionsweise von Bitcoin basiert. Doch das sei hier nur am Rande erwähnt.

„Wenn Du was willst, musst Du was dafür tun.“ Diese wahre Aussage ist quasi das Pendant des digitalen Proof of Work in der 3D-Realität. Vermutlich oder sogar hoffentlich haben wir alle diesen Satz als Kinder von unseren Eltern gehört, denn meiner Meinung nach gehört dieses Prinzip zu den grundlegenden Wahrheiten auf dem Planeten Erde. Wissen, Wohlstand und Erfolg kommen in der Regel nie von alleine, sondern wollen erarbeitet werden. Und nur, wer die Arbeit wirklich investiert hat, kann deren Früchte wirklich zu schätzen wissen.

Aber nicht im Schweiße deines Angesichts …

Im Deutschen gibt es das Idiom „im Schweiße seines Angesichts“ zu arbeiten. Der Ursprung dieser Redewendung liegt in der Bibel.

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

1. Mose (Genesis) 3,19, Lutherbibel.

Irgendwie scheint im kollektiven Glaubenssystem, vor allem hier bei uns in Deutschland, die Überzeugung verankert zu sein, dass man erst leiden muss, bevor man Erfolg haben kann, oder dass alles, was man sich ohne Schmerz erarbeitet hat, letztlich doch unverdient ist. Proof of Work meint das genau NICHT. Die Arbeit, die man leistet, darf durchaus Spaß machen.

Kennen Sie die Geschichte vom Schlaraffenland? Gebratene Tauben fliegen einem von selbst in den Mund und der Wein fließt in Bächen. Ich habe spaßeshalber mal die Herkunft dieser Idee recherchiert und herausgefunden, dass sie auf einem irischen Gedicht aus dem 13. Jahrhundert basiert, in dem der Poet das „Land of Cockaygne“ beschreibt. Auch wenn nachvollziehbar ist, dass die Menschen im ausgehenden Mittelalter sich eine Welt ohne Arbeit und Leiden gewünscht haben, ist wohl absehbar, dass das auf der Erde als dem Planeten der Dualität nicht zur Realität werden kann.

Auch wenn die Idee eines Schlaraffenlandes verlockend scheint, bin ich selbst ganz froh, dass unsere Welt dann doch eher auf dem Proof of Work basiert. Wäre ansonsten ja auch ganz schön langweilig, oder? Wie gesagt: Es geht mir nicht um das Leiden, sondern um das ungemein befriedigende Gefühl, etwas geschafft (im Sinne von Arbeit investiert) zu haben.

Erhöhter Erhaltungsaufwand

Gleiches gilt übrigens auch für die Gesundheit. Ich sage immer, je älter man wird, desto höher wird der „Erhaltungsaufwand“. Die Gesundheit, die einem in jungen Jahren selbstverständlich vorkommt, will irgendwann bewusst erhalten werden. Man muss Proof of Work leisten, damit der Körper gesund bleibt. Mein Anspruch an mich selbst ist, dass ich irgendwann auch im hohen Alter noch „fit wie ein Turnschuh“ bin, deshalb investiere ich schon heute relativ viel Zeit in Sport, sorge für Erholung und Entspannung, meditiere regelmäßig und ernähre mich bewusst. Von nichts kommt nichts – noch so eine Redewendung, die in dieselbe Kerbe schlägt.

Beim Schreiben überlege ich gerade, ob ich nicht zu sehr ins Predigen gerate. Sollte das so sein, sehen Sie es mir bitte nach. Es ist nicht meine Absicht zu belehren. Der Grund, warum ich das hier schreibe, ist tatsächlich vollkommen eigennützig: Beim Schreiben sortieren sich meine Gedanken und viele der Erkenntnisfragmente, die ich in dieser Thematik angesammelt habe, fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen. Zumindest in meinem Kopf 😉 Bitte tun Sie deshalb also unbedingt nur das, was Sie selbst für richtig halten. Und vielleicht resonieren ja einige meiner Fragmente ja auch mit Erkenntnissen, die Sie auch selbst schon hatten.

Beziehungsarbeit

Ich persönlich finde das Konzept des Proof of Work und seine Anwendung in vielen verschiedenen Aspekten des Lebens auf jeden Fall äußerst spannend und lehrreich. Und gerade fällt mir noch ein weiterer Bereich ein, nämlich der der Beziehungen, besonders zum Lebenspartner. Irgendwann ist auch die größte Schmetterlingsherde im Bauch weitergezogen und dann kommt die Zeit, in der es Arbeit braucht, um auf Dauer eine gute Beziehung zu führen. Die Erkenntnis ist nicht neu und ich kann sie auch aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Sie passt jedoch ebenfalls wie die Faust aufs Auge zum Thema dieser Kolumne.

Natürlich will auch ich die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen, einige Essenzen zu empfehlen. Schließlich ist auch das eine Art Proof of Work, nämlich dafür, dass wir die Absicht haben, auch in Zukunft mit dem Essenzenladen für unsere Kunden da zu sein. Welche Essenzen können also dabei helfen, das Konzept der erbrachten Arbeit und seinen Sinn zu verinnerlichen und umzusetzen?

Einerseits braucht es die Bereitschaft, selbst die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Eine hervorragende Essenz, um diese Eigenschaft zu fördern, ist Southern Cross von den Australischen Buschblüten Essenzen.

Als Nächstes braucht es Vitalität. Hier bietet sich die Super Vitality Mischung von Pacific Essences an, die dabei hilft, blockierte Lebenskraft freizusetzen.

Zur Ruhe kommen

Drittens ist die Fähigkeit wichtig, nach der Anstrengung auch zur Ruhe zu kommen. Dafür eignet sich die Rest & Relax Mischung von Daniel Mapel und den Wild Earth Tieressenzen. Für diejenigen, die immer nur am Strampeln sind, ist auch die Seal (Seehund) Tieressenz interessant.

Um nicht in alte „im Schweiße deines Angesichts“ Muster zu verfallen, könnte man die Joyful Work Mischung, ebenfalls von Daniel Mapel, in Betracht ziehen, sowie die New Attitudes Mischung von Pacific Essences, um alte Denk- und Verhaltensmuster aufzulösen.

Und schließlich ist Dankbarkeit eine Tugend, die es sich aus vielerlei Gründen lohnt, zu kultivieren. Dazu gibt es die Gratitude Essenz von den Indigo Essenzen oder auch Gratefulness von den Himalayan Flower Enhancers.

Wir sind nicht hier auf der Erde, um zu leiden. Und auch wenn wir arbeiten müssen, manchmal sogar hart, um etwas zu erreichen, gibt es keinen Grund dafür, dass wir das nicht mit Freude tun können. Wenn sich das für Sie gerade noch nicht so anfühlt, dann wäre das doch schon ein Ziel, auf das Sie „hinarbeiten“ könnten – Wortspiel durchaus beabsichtigt 😉

Meiner Erfahrung nach ist die Zufriedenheit, die man fühlt, wenn man sich etwas erarbeitet hat, um ein Vielfaches größer als der kurze Dopaminrausch, den man vielleicht erlebt, wenn einem etwas in den Schoß fällt. Nicht, dass man das nicht auch mal genießen dürfte, aber für mich wäre es keine Maxime, nach der ich mein Leben ausrichten würde. Dann lieber die Ärmel hochgekrempelt und mit Freude geschafft. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohes „Proof-of-Worken“.

Liebe Grüße aus Aschaffenburg
Carsten Sann
Der Essenzenladen

Carsten Sann

Carsten Sann ist Gründer und zusammen mit seiner Frau Inhaber des Essenzenladens. Er hat sich in seinem Leben schon mit einer Reihe unterschiedlichster Professionen beschäftigt und war unter anderem Tanzlehrer, IT Spezialist und Kinesiologe. Er beschäftigt sich seit 25 Jahren intensiv mit Blütenessenzen aus aller Welt. Er ist deutscher Distributor und Lehrer für viele der bekanntesten Essenzenhersteller und spricht in seinem Essenzenpodcast über sein Lieblingsthema: Die Anwendung von Blütenessenzen

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