Wie oft verhalten wir uns auf bestimmte Weise, ohne uns zu fragen, ob diese Entscheidung wirklich zu uns gehört?
Es gibt Überzeugungen, Ängste, Erwartungen und Verhaltensmuster, die wir von Kindheit an lernen und oft unser ganzes Leben lang wiederholen, ohne es zu merken. Manche können zu echten „unsichtbaren Ketten“ werden, die unsere Entscheidungen, Beziehungen und sogar die Richtung beeinflussen, die wir einschlagen.
Genau hier setzt Boab an, eine der tiefgreifendsten und transformierendsten Essenzen der Australischen Buschblüten Essenzen. Diese Blüte begleitet uns auf dem schwierigen, aber befreienden Weg, zu erkennen, was wir aus unserer Familiengeschichte mitbekommen haben, und endlich zu unterscheiden, was anderen gehört und was wirklich zu uns gehört.
In diesem Artikel erzähle ich, warum Boab auf dem Weg zu mehr Freiheit und Authentizität ein wertvoller Begleiter sein kann.
Die Pflanze
Adansonia gibbosa gehört zu den ältesten Bäumen unseres Planeten. Es ist eine australische Baobab-Art mit einem dicken, geschwollenen Stamm. Ihren Beinamen „Flaschenbaum“ verdankt sie dem Wasservorrat, den sie in ihrem Inneren speichert. Deshalb und wegen ihrer nährstoffreichen Früchte und essbaren Blätter nutzten die Aborigines diese Pflanze als wertvolle Quelle für Wasser und Nahrung. Aus ihren großen weißen Blüten mit fleischigen, duftenden Blütenblättern wird die Boab Blütenessenz hergestellt.

Die Essenz
In meiner beruflichen Erfahrung gehört Boab zu den universellsten, wichtigsten, kraftvollsten und transformierendsten Essenzen der Australischen Buschblüten Essenzen. Ihre Wirkungen auf die Psyche, das Bewusstsein, unseren Umgang mit der familiären und transgenerationalen Vergangenheit sowie auf die Fähigkeit, die Grundlagen für unsere Selbstverwirklichung zu schaffen, als freie, autonome und selbstbewusste Menschen zu reifen und zu wachsen, sind enorm. Diese Essenz hilft dabei, sich von Prägungen, Verhaltens- und Denkmustern, Einflüssen, mentalen Barrieren, Überzeugungen, Prinzipien und Vorbildern zu lösen, die wir von Kindheit an aus unserer Herkunftsfamilie aufgenommen haben und die oft negativ oder einschränkend sind. Sie können sich so tief in der Seele verwurzeln, dass sie zu einem unbewussten Gefängnis werden, zu einer Art „So-sein-Müssen“, die uns innerlich nicht entspricht und daran hindert, unsere wahren Potenziale zu entfalten und auszudrücken.
Wenn ich von familiären Prägungen spreche, meine ich damit natürlich nicht die unverzichtbaren und grundlegenden universellen menschlichen und ethischen Werte, die jeder Mensch von frühester Kindheit an lernen muss, damit er Respekt vor sich selbst und anderen, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit entwickelt.
Familiäre Prägungen und unsichtbare Loyalität
Jede Familie hat ihre Gewohnheiten, Traditionen, ihre „Kultur“, moralischen Grundsätze und eigene Vorstellung davon, was richtig oder falsch ist. Sie hat ausdrückliche oder unausgesprochene Regeln, Verhaltensnormen, Tabus und Vorurteile religiöser, rassischer, gesellschaftlicher oder politischer Art, die von der Geburt jedes Kindes an von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es ist eine Art Prägung aus Worten und Beispielen, die jeder beim Aufwachsen verinnerlicht und zu seinen eigenen macht. Man passt sich den Erwartungen des Umfelds an, das einen umgibt und einen auf gewisse Weise „programmiert“.
Für viele Menschen, die in negative oder dysfunktionale Familiendynamiken verstrickt sind, kann es sehr schwer sein, ihre geistige und psychische Eigenständigkeit zu entwickeln und ihre angeborenen Talente und Begabungen zu entfalten, die vielleicht weit von den familiären Vorbildern entfernt sind, die sie im Laufe ihres Lebens übernommen haben. Denken wir nur daran, wie viele Menschen sich von ihrer Familie zu Studiengängen oder Berufen lenken lassen, die ihren wirklichen Talenten, Interessen oder Fähigkeiten wenig entsprechen, und dabei ihre natürlichen Anlagen unterdrücken. Oder sie verzichten auf Träume, Liebe, Freundschaften, Reisen, Erfahrungen oder berufliche, kulturelle, gesellschaftliche, emotionale oder spirituelle Entscheidungen, die nicht den Regeln und Erwartungen ihrer Eltern entsprechen. Es ist sehr schwer, sich solcher unsichtbaren Ketten bewusst zu werden, sich so tief verwurzelten Einflüssen zu entziehen und eigenständige Verhaltensmuster zu entwickeln.
Wer es versucht, wird manchmal von Schuldgefühlen und dem Eindruck erdrückt, etwas Falsches zu tun oder sogar die familiären Regeln zu „verraten“, an die man durch eine Art völlig unbewusster, aber tief verinnerlichter „unsichtbarer Loyalität“ gebunden ist. Der transgenerationale Psychotherapeut Ivan Boszormenyi-Nagy verwendete den Begriff der unsichtbaren Loyalität, um die Dynamik einer unbewussten Treue zum eigenen Familiensystem zu beschreiben, die eine eigenständige persönliche Entwicklung verhindert.
Finde deinen eigenen Weg
Die Einnahme von Boab löst eine tiefgreifende persönliche Wandlung aus und setzt eine große transformative Energie frei. Sie hilft dabei, mehr Bewusstsein und Unabhängigkeit von den seit der Kindheit aufgenommenen, sich wiederholenden Verhaltensmustern zu entwickeln, „mit dem eigenen Kopf zu denken“ und sich vom Einfluss der Vorurteile, Prägungen und Meinungen anderer zu befreien. So fördert sie den Prozess, die eigene Individualität zu verwirklichen. Die Essenz, die ich fast als „kathartisch“ bezeichnen würde, unterstützt dabei, die eigene Identität gegenüber dem Umfeld und der Herkunftsfamilie zu definieren und sich von alten, im Lauf der Zeit erworbenen und gefestigten Gewohnheiten zu lösen. Sie stärkt die Persönlichkeit und das Gefühl eines eigenständigen, autonomen Selbst. Sie hilft dabei, unabhängiger von den Urteilen und Erwartungen anderer zu werden und der eigenen Lebensrichtung vertrauensvoll zu folgen.
Bei der Geburt eines Kindes erweist sich Boab als wertvolles Geschenk, um negative Einflüsse und Verstrickungen aus der generationsübergreifenden Kette zu lösen und von ihm fernzuhalten. Daher wird es immer üblicher, die Essenz Neugeborenen zu geben oder sie in Form von Bädern und Massagen anzuwenden. In Australien hat diese Tradition eine sehr lange Geschichte: Schon seit Jahrtausenden hoben die Aborigines für Gebärende mit Blütenblättern der Adansonia ausgekleidete und mit Wasser gefüllte Mulden im Boden aus, in denen das Kind, von den schützenden Schwingungen dieser außergewöhnlichen Blüte „empfangen“, zur Welt kam.
Auch Wohn- und Arbeitsräume können harmonischer werden, wenn man die Boab Essenz in die Luft sprüht. Sie trägt dazu bei, sie von „stagnierenden“ und belastenden Energien zu befreien.
Wann kann ich die Essenz anwenden?
- Um familiäre Prägungen zu lösen
- Sich von transgenerationalen, sich wiederholenden Mustern und Verhaltensschemata zu befreien
- Anniversary-Syndrom
- Situationen, die sich in der Familiengeschichte wiederholen
- Veranlagung für Krankheiten, bei denen eine familiäre Häufung diagnostiziert wurde

